Gott, gibt es Dich?

Gott, gibt es Dich? – so fragte ich eines Abends, als mir nichts Besseres einfiel.
Eigentlich fragte ich mich, da ich sowieso nicht erwartete, dass mir irgend Jemand, geschweige denn Gott antwortet.

Plötzlich – welche Überraschung – saß mir Gott gegenüber. Keine Stimme, nein Gott war es, so wie ich ihn aus Büchern kannte:
Alt, weißhaarig und milde lächelnd.

Du willst wissen ob es mich gibt?

Ja, ….. sagte ich – obwohl – jetzt, wo du mir gegenübersitzt, da kann ich mir wohl die Frage sparen, oder?

So einfach ist das nicht, entgegnete Gott, deshalb – frage mich noch mal!

Gibt es dich, fragte ich Gott.

Nein!

Wieso nein? Du sitzt doch da – mir gegenüber.

Bist du dir sicher, fragte mich Gott, dass ich Gott bin?

Wenn du mich so fragst und wenn ich zu denken beginne, ganz sicher bin ich mir nicht.
Um sicher zu sein müsste ich

1. dir glauben und
2. du müsstest mir die Wahrheit sagen
3. nur, wie kann ich sicher sein, wenn ich dir glaube? Also fällt der Glaube an dich – um dich als den zu erkennen, für den du dich ausgibst, weg.
4. Außerdem, wie kann ich wissen, dass du mir die Wahrheit sagst? Also bleibt nichts übrig.

Nun – sagte Gott, so kommen wir der Wahrheit schon ein Stückchen näher.

Welcher Wahrheit fragte ich Gott, ich weiß ja nicht, was wahr ist.

Nun – sagte Gott, so kommen wir der Wahrheit noch ein Stückchen näher.

Wie das, fragte ich Gott, ich weiß immer weniger, und du sprichst davon, dass ich der Wahrheit immer näher komme.

Warum weißt du weniger, fragte mich Gott. Du hattest doch unter 4. gefolgert, dass "nichts" übrig bleibt.
Also weiß Du doch schon viel – und außerdem, auch von mir weißt Du, dass es mich nicht gibt.

Aber …… sagte ich.

Kein „aber“ entgegnete Gott, sonst dreht sich alles im Kreise und du kommst nicht weiter.

Mal eine andere Frage Gott: Wenn es dich schon nicht gibt, warum bist du da?

Weil du mich kennst, entgegnete Gott.

Ich – dich kennen, fragte ich Gott, woher?

Mal eine Zwischenfrage, sagte Gott: Kennst du eigentlich meinen Zwillingsbruder?

Nein, sagte ich. Ich wusste nicht, dass es dich doppelt gibt – obwohl, ich habe schon einige Male etwas von einem Parallel-Universum gehört.
Ist dort dein Zwillingsbruder „auch nicht“ tätig?

Nein, sagte Gott, das mit dem Parallel-Universum, das gibt es ebenso wenig, wie mich. Nur, wenn du daran glaubst, dann gibt es auch dieses Parallel-Universum.

Aha, sagte ich, jetzt verstehe ich, wenn ich an etwas glaube, dann gibt es das.

Naja, sagte Gott, so ähnlich. Das Parallel-Universum – wie auch mich - gibt es nur in Dir, in deinem Kopf, in deinem Gehirn, in deinen Molekülen im Gehirn, in denen deine Gedanken, dies sind auch deine Glaubensinhalte, abgespeichert sind.
Wenn du diese Glaubensinhalte aktivierst – durch Suchen in deinem Gehirn, dann fließt Energie, die, wie die Menschen glauben, nach dem Energieerhaltungssystem nichts verloren geht.
Unterstellen wir mal, dass das so stimmt, dann würden nach dem Energieerhaltungssystem auch deine Gedanken nicht verloren gehen und dein Glaube ebenfalls nicht.

Kann ich da was dagegen machen – gegen den Glauben? fragte ich Gott.

Ja, sagte Gott.

Schon wieder so eine klare Antwort, sagte ich. Vorhin das „Nein“ zu deiner Existenz selbst und jetzt ein „Ja“ zu etwas, das, wie du gerade sagtest laut dem Energieerhaltungssystem nicht verlorengeht.
Wie soll ich etwas verlieren, wenn das Energieerhaltungssystem das nicht zulässt?

Wir kommen aber jetzt doch sehr weit von meinem Zwillingsbruder weg sagte Gott,
Willst Du nicht wissen, wer das ist?

Doch, sagte ich – gleich, nur was kann ich gegen den Glauben machen?

Denken, sagte Gott.

Denken? Mache ich dass nicht jeden Tag mehrere hundert Mal?
Wenn ich dauernd denke, dann dürfte doch kein Glaube bei mir vorhanden sein.

Bist Du sicher, dass Du denkst – fragte mich Gott.

Ja. Ziemlich sicher.

Weiß Du eigentlich, was Du da für eine Antwort gegeben hast – fragte mich Gott.

Mmmh, jetzt, wo Du mich so direkt fragst, wahrscheinlich war die Antwort nicht gut, oder?

Ich gebe klare Antworten, wie ja und nein. Was antwortest du: „Ja. Ziemlich sicher“. Das ist keine klare Antwort. Du bist dir nicht sicher, ob du denken kannst, richtig?

Jetzt bin ich doch stark verunsichert. Du wirst es mir bestimmt erklären was falsch war.

Bist du dir sicher, dass du denken kannst, hakte Gott nach.

Ich presste ein „Nein“ aus mir raus.

Na also, es geht doch, sagt Gott, eine klare Antwort.
Du glaubst zu denken. Wenn du denken würdest, dann würdest du – nach klarem Denken – auch meinen Zwillingsbruder in meinem vorangegangenen Satz „Wahrscheinlich glaubst du zu denken“ erkennen.

Aha, sagte ich, jetzt bringst du Deinen Zwillingsbruder mit ins Spiel.

Bevor wir uns ins Uferlose verlieren, sagte Gott, und es für dich zu schwer wird mich zu verstehen, ganz knapp und klar: Der Teufel ist mein Zwillingsbruder – in Form des Glaubens.
Wir beide ergänzen uns auf ideale Weise.
Da nicht viele Menschen denken können fallen sehr viele Menschen auf uns rein.
Außerdem, ohne den Teufel wäre ich nicht so bedeutsam, wäre ich nicht so erhöht, wäre ich nicht so glaubhaft. Denke an die vielen Menschen die meinen von mir beseelt zu sein, oder an die bedauernswerten Menschen, die meinen vom Teufel befallen zu sein.
Beide, die beseelten wie auch die befallenen Menschen haben dieselbe Krankheit in sich, den Glauben – in Form meines Zwillingsbruders, des Teufels.

Wie ich dir schon sagte, es gibt mich nicht, ebenso wenig, wie meinen Zwillingsbruder, den Teufel.
Wir sind das ideale Paar, um Menschen an uns zu binden, um sie besessen zu machen, abhängig von uns zu machen.

Mich gibt es nicht und meinen Zwillingsbruder, den Teufel auch nicht, wiederholte Gott.
Aus zweimal Nichts oder Minus wird Plus. Kommt dir das nicht bekannt vor?
Noch eine Bemerkung zu diesen letzten Sätzen und dem Glauben.
Den einzigen Satz, den ich mit dem Wort „Glauben“ akzeptiere ist: „Glaube an dich selbst!“

Nun aber zurück zu meiner Behauptung, dass du mich kennst, sagte Gott.
Du kennst mich, weil du mich schon mal irgendwo so gesehen hast, so, wie ich jetzt vor dir sitze.
Sehe ich so aus, wie du mich schon öfters in Büchern gesehen hast, fragte Gott mich.

Ja, genau so siehst du aus, entgegnete ich.

Na also, sagte Gott, so kommen wir der Lösung wieder einen großen Schritt näher.
Wo existiere ich für dich? In deinem Kopf als Abspeicherung irgendwelcher Bilder und Geschichten.
Wenn du nun so einfältig bist und irgendwelchen Bildern und Geschichten glaubst, dann existiere ich.

Hast du nicht auch als kleines Kind an den Osterhasen geglaubt?

Das kann man nicht vergleichen, sagte ich, den Osterhasen mit dir.

Warum nicht, entgegnete Gott, wo ist da der Unterschied?
Das Eine wie das Andere musst du glauben. Wenn du nicht glaubst existiert weder der Osterhase noch ich für dich. In einem Falle erzählten dir deine Eltern vom Osterhasen, im anderen Falle erzählten dir entweder die Eltern, die Lehrer oder andere Menschen von mir.
Als Kind hattest du doch auch irgendwann mal begriffen, dass es den Osterhasen nicht gibt.
Warum hältst du so an mir fest, obwohl es keinen Beweis für meine Existenz gibt?

Der Osterhase verspricht Eier zu bringen, du versprichst das ewige Leben. Da ist doch ein großer Unterschied, oder?
Jetzt merkte ich, war ein Punkt angelangt, wo ich wohl etwas sehr Dummes gesagt haben musste, denn Gott wurde ungehalten.

Aber Hallo sagte Gott, begreifst du denn gar nichts? Du glaubst – mehr nicht.
Was wäre, wenn der Osterhase das ewige Leben versprechen würde und ich die Eier bringen würde?
Würde dadurch die Glaubwürdigkeit des Osterhasen größer werden?

Na ja, sagte ich, wahrscheinlich schon. Nur, wenn ich darüber nachdenke, dann hat der mit den größten Versprechen die meisten Chancen in diesem schlechten Spiel. Ist das so?

Gott immer noch ungehalten: Richtig – und wie funktioniert Politik? Ist da ein Unterschied? Auch in der Politik glaubt man dem, der die größten Versprechen macht – zumindest die meisten Menschen.

Ok, ich habe verstanden, sagte ich zu Gott. Deine Macht und die Macht des Teufels = des Glaubens basieren auf Hirngespinsten.
Diese Hirngespinste sind umso manifester, je größere Versprechen dahinter stehen.

Du hast es verstanden, sagte Gott zu mir.

Ich glaube, dass ich dich verstanden habe, entgegnete ich.

Jetzt lief das Gesicht von Gott rot an, er erhob seine Stimme und schrie mich an: Warum glaubst du das Ganze verstanden zu haben. Streng dich mal an und denke nach! Vielleicht fällt dir auch ein Satz ohne „glauben“ ein. Außerdem und als Wiederholung für dich: Glaube an dich und an sonst nichts!

Ok, ok, sagte ich ziemlich eingeschüchtert, du hast recht.
Wenn ich noch mal über Alles nachdenke, dann müsste es, um Ruhe vor dir zu haben, ausreichen nicht mehr an dich zu glauben.

Du hast es endlich verstanden, sagte Gott zu mir. Kann ich jetzt gehen?

Warum, sagte ich zu Gott, du kannst jederzeit gehen.

Höre auf zu glauben, sagte Gott.

Ich tat es und weg war Gott und auch der Teufel und der Glaube – für immer.





Resümee:
Wie grausam ist diese Welt und gleichzeitig wie wunderschön ist diese Welt.
Dahinter, hinter dieser grausamen oder auch wunderschönen Welt, etwas glaubend zu vermuten, ist „die Verantwortung“ an jemand Anderen abzugeben und sich dem Schicksal zu ergeben.

Glaube nur an Dich selbst und gestaltet diese Welt in Deinem Rahmen und mit Deinen Möglichkeiten liebevoll und behutsam, da nur Du es kannst und dazu in der Lage bist. Gebe niemals die Verantwortung über Dich an Fremde, an Götter oder an fremde Wesen ab!
Wer Verantwortung an Fremde abgibt, der lässt zu, dass diese Fremden Macht über Dich bekommen. Lass das nicht zu!!!

Sei liebevoll und behutsam.

Siehe dazu unbedingt "Die 7 kosmischen Gesetze von Ulrich H. Rose", um nicht in irgendeine Abhängigkeit zu geraten.

Siehe auch "Die 10 menschlichen Grundwerte"

Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 27. + 28.06.2011

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